Seafood & Rauch – Forellen selbstgeräuchert

Letze Woche waren wir bei meinen Eltern zu Besuch, ich hatte mich sehr darauf gefreut, denn wir wohnen nicht gleich um die Ecke, immerhin 600 km liegen zwischen uns, leider!
Aber es gab einige Gründe, warum es wieder an der Zeit war. Zum Einen haben wir uns das letzte mal Ostern 2016 gesehen, weil Mutti nicht ganz gesund ist und das Reisen momentan nicht so gut geht, zum anderen ist mein Papa 65 geworden und sie haben einen neuen Wauwi, der beschaut werden wollte – ich bin neu verliebt ❤ so eine süße Maus… Naja, und eigentlich wollte ich auch meinen neuen Neffen sehen, da mein Bruder zum 2. Mal Papa geworden ist, aber die Familie war an der Ostsee……. :/ 

Mein Papa hat sich vor einigen Jahren einen Räucherofen selbst gebaut, mit Hilfe von meinem Onkel, ein tolles Teil und Platz für 16 Fische 😀 
Das wir zu Besuch kamen, war der beste Anlass, mal wieder das Teil anzuheizen, denn an Weihnachten hat mein Daddy von uns einiges an Räucherzubehör geschenkt bekommen, vom Fischgewürz, über Räuchermehl bis zur Lektüre. 
Und ich kann euch sagen, selbst Leute, die nicht so gerne Fisch oder geräuchertes essen, wären begeistert gewesen. Leider habe ich ja noch kein Räucherofen, noch nicht, aber was nicht ist, kann ja noch kommen 😀
Ein bissl Übung brauchts natürlich, damit der Fisch so gelingt. Auch mein Papa hat sich da reinfuchsen müssen und die ersten Male war der Fisch noch nicht so prickelnd….. aber nun schmeckt er einfach göttlich…. am Besten ganz frisch aus dem Ofen, noch warm, ganz saftig, gut durchgeräuchert und duftend…. sabber 😀 

Forellen, frisch geräuchert

Du brauchst:

  • Forellen (soviele wie du essen kannst, dein Besuch essen kann oder reinpassen 😀 )
  • Fischgewürz fürs Einlegen der Fische
  • Räuchermehl (bevorzugt Buche)
  • Holz (Buche, Kirsche, ect. …. wichtig: nur Laubhölzer)
  • Räucherofen
  • Feuer 😀

und so gehts:

Zuerst werden die Fische ausgenommen, gewaschen und gesäubert. Wer keinen frischen Fisch nimmt, sondern gefrorene Fische, der spart sich das Ausnehmen. Sehr gut geeignet sind die gefrorenen Forellen, die man im 4er bzw. 5er Pack zu kaufen bekommt, ihr wisst schon, die in der Aluschale, wo eine Bratgewürzmischung beiliegt (die aber nicht benötigt wird)!
Nun rührt man das Fischgewürz für die Lake in Wasser an, dann kommen die Fische hinein und verbleiben dort ca. 5 bis 6 Stunden. Das heißt, wenn ihr am Abend räuchern wollt (statt grillen) , dann reicht es, wenn ihr die Fische am Vormittag vorbereitet und einlegt.

Wenn die Zeit rum ist, werden die Fische aus der Lake genommen, auf Küchenkrepp gelegt und gut abgetupft.

Die Fische werden nun auf die dazugehörigen Hacken gesteckt. Das macht man durch den Mund und die Kiemen.

Der Räucherofen wird angeheizt mit Holz, ähnlich wie beim Grillen. Wenn der Ofen die richtige Temperatur von ca. 90 Grad hat, kommt noch ein bissl Kleingehölz (zum Beispiel Kirsche) mit rein, dann kommen die Buchenspäne oder das Räuchermehl (Buche) über das andere Holz, eine Hand voll Wacholderbeeren darauf und dann werden die Fische eingehangen.

Es sollten sich keine Flammen entwickeln, sobald das bemerkt wird, sollten die Flammen mit einer Blumenspritze und Wasser gelöscht werden.
Anders als beim Grillen, liegen die Fische nicht auf einem Rost direkt über der Glut, sondern hängen quasi nur im Rauch, deshalb sind Räucheröfen immer hohe Geräte, wo die Glut sich ganz unten befindet und die Fische oben drin hängen.

Bei einer Temperatur von maximal 110 Grad, sollten die Fische ca. 1 1/2 Stunden im Rauch bleiben. Wichtig ist, dass man immer dabei bleibt, falls sich Flammen bilden und das man die Temperatur immer überwacht. Dafür braucht man kein spezielles Thermometer sondern ein einfaches Fleischthermometer, dass man überall zu kaufen bekommt.

Das die Fische gar sind, erkennt man ganz einfach daran, dass man die Rückenflosse ganz ohne Probleme rausziehen kann.

Die Fische werden abgehangen und noch einen Moment etwas auskühlen gelassen. Dann sind sie zum Genießen bereit.

Dazu ein Butterbrot oder Kartoffelsalat, einfach lecker!

 

 

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